Ist das Kondom heute wirklich nur ein Verhütungsmittel?

Richtige Grösse – ein wichtiger Faktor bei der Wahl des Kondoms

Kaum ein Thema beschäftigt die Männerwelt, wie die Grösse des Penis. Danach richtet sich auch die Grösse des Kondoms. So kommen die meisten Männer hierzulande mit der Standardgrösse bei Kondomen aus, dann ist auch der Schutz optimal. Sollte das Kondom allerdings zu klein sein, dann droht es zu reissen. Somit könnte ein vermeintliches Plus beim Gefühl (was es auch nicht geben wird) schnell zu einem Albtraum werden. Hier gibt es durchaus Abwechslung durch extra feuchte oder super dünne Kondome oder solche mit Noppen. Diese garantieren mehr Abwechslung im Bett bei deutlich mehr Sicherheit. Ein zu grosses Kondom ist genauso schlecht, denn es könnte leicht während des Geschlechtsverkehrs abrutschen. Mann sollte sich eh primär keine Sorgen über die Grösse des Penis machen, sondern, wie er seine Liebste überraschen könnte. Ein Blowjob kann durchaus mit einem Geschmackskondom zu einem lustvollen und zugleich aromatischen Erlebnis für beide werden. Am Ende haben beide Partner so ein lustvolles Erlebnis und können alle Hemmungen fallen lassen und einfach diesen tollen intimen Moment absolut und „safe“ geniessen.

Wenn man auf der Suche nach einem bewährten und sicheren Verhütungsmittel ist, dann kommt man am Kondom nicht vorbei. Sowohl das Risiko schwanger zu werden als auch sich mit Geschlechtskrankheiten anzustecken reduziert sich durch die Verwendung von Kondomen enorm. Es ist das einzige Verhütungsmittel, welches beide Vorteile vereint. Fast überall kann man Kondome kaufen, im Kiosk, auf der Toilette in der Kneipe oder bequem per Bestellung auch Online.

Neben diesen Vorteilen und seiner enormen Verbreitung sollte man jedoch einige Dinge wissen und beachten, um den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten. Worauf ist beim Kauf eines Kondoms zu achten und wie wird es richtig verwendet? Am Ende dieses Beitrages sollten diese Fragen geklärt sein. Es gibt viele unterschiedliche Sorten an Kondomen, weshalb auch nicht alle gleich gut zum geschützten Geschlechtsverkehr geeignet sind. Bestimmte Kondome weisen andere Schutzeigenschaften auf und einige Sexpraktiken verlangen nach besonderen oder abgestimmten Schutzmassnahmen. Daher werden durchaus auch verschiedene Kondome eingesetzt. Wenn ein Kondom nicht korrekt oder die falsche Sorte Kondom verwendet wird, dann steigt das Risiko eines unzureichenden Schutzes vor Schwangerschaft oder Geschlechtskrankheit.

Kondome in allen Variationen und unterschiedlichen Grössen

Präservative gibt es mittlerweile in allen möglichen Grössen und Varianten. Auch nehmen die Hersteller zunehmend Rücksicht auf Materialunverträglichkeiten, denn es werden auch Kondome aus anderen Materialien hergestellt als Latex. Dabei wird jedoch auf moderne Materialforschung gesetzt, somit droht kein Rückschritt in die Zeiten, als ein Kondom noch aus Tierdärmen oder Häuten bestand. Auch Frauen haben den Fokus der grossen Hersteller erreicht, denn neben den klassischen Kondomen für Ihn bieten sie auch Kondome für die Frau an.

• Frauenkondom:
Das Frauenkondom unterscheidet sich deutlich, denn es ist ein kleines Gummisäckchen, dass in die Vagina vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt wird. Wenn der Mann dann in die Frau eindringt, wird sein Penis von eben diesem Säckchen umhüllt. Vortropfen und Ejakulat kommen so nicht mit dem weiblichen Körper in Kontakt und beide Partner können ihre Lust voll ausleben. Bei richtiger Verwendung bietet das Frauenkondom einen Schutz vor Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft – der Schutz liegt etwa bei 98%.
Die Abwendung des Frauenkondoms sollte genau beachtet werden. Es besteht aus dem schon genannten elastischen Gummisäckchen und zwei Ringen. Der kleinere der beiden Ringe wird tief in die Vagina eingeführt, während der grössere an der Aussenseiten bleiben muss und die Schamlippen bedecken sollte. Wenn der Mann gekommen ist, muss der äussere Ring um eine Viertel-Drehung gedreht und dann rausgezogen werden. So läuft auch kein Sperma mehr heraus.

• Männerkondom:
Das Männerkondom ist der Klassiker und Dauerbrenner unter den Verhütungsmitteln. Es ist ein kleines Gummisäckchen mit einem Haltering, das vor dem Geschlechtsverkehr über den erigierten Penis gestülpt wird. Auf diese Weise werden keine Körperflüssigkeiten während des Verkehrs im Intimbereich der beiden Partner ausgetauscht. Bei korrekter Verwendung ist das Männerkondom sogar noch etwas sicherer als das Frauenkondom.

So wird’s gemacht – klassisches Kondom richtig verwenden:

Wer den Sex geniessen will und keine blöden Hintergedanken an Krankheiten und ungewollte Schwangerschaft verschwenden aufkommen lassen will, sollte diese Schritte bereits weit vor dem Sex verinnerlicht haben, denn im Eifer des Gefechts kann sonst schnell etwas anderes passieren:

1. Kondom aus der Packung holen. Darauf achten, dass es unbeschädigt ist (Fingernagel, Reissverschluss, etc.).
2. Luft aus dem Kondom drücken. Dazu während des Überrollens auf den Penis sanft auf die Kondomspitze drücken – nur machen, wenn der Penis steif genug ist, sonst noch warten.
3. Nach seinem Orgasmus sofort Kondom rausziehen, dabei untere Seite festhalten.
4. Mit Abstand zum Partner vorsichtig abziehen, sodass kein Sperma auf den Körper des oder der Partner/In gelangt. Kondom verknoten und checken, dass es ganz geblieben ist.
5. Kondom im Mülleimer entsorgen.

Einige Spielregeln gilt es noch zur besseren Sicherheit zu beachten, dann steht dem Spass nichts mehr im Wege. Ein Kondom sollte immer nur einmal benutzt werden. Wer zwei Kondome übereinander verwendet, erhöht nicht die Sicherheit. Diese könnten wegen der grösseren Reibung potentiell schneller reissen. Wenn die Paarung Mann/Mann Sex hat, dann sollte Gleitmittel verwendet werden, denn das erhöht die Sicherheit, weil das Kondom nicht so schnell reissen kann. Bei der Verwendung von Kondomen erweist sich Gleitgel auf Öl-Basis als schlecht, denn es greift das Material des Kondoms an. Wer ganz sicher gehen will, kann auch andere samentötende Verhütungsmittel bzw. Cremes verwenden.
Wer sich nicht gut in der Verwendung eines Kondoms auskennt, der sollte bereits vorher einmal üben. Gerne auch nur alleine, denn so geht man mit der Verwendung des Kondoms gelassener um, wenn es ernst wird. Bei all der Lust und Erregung ist Mann sonst schnell zu aufgeregt, um das Kondom richtig überzurollen. Sonst gelangt schnell ein Lusttropfen oder das gesamte Ejakulat in die Vagina, Mund oder Anus des Partners.

Kondome – eine Frage der Qualität

Die Zuverlässigkeit eines Verhütungsmittels hängt zu einem Teil auch davon ab, wo und wie es produziert wird. In Deutschland und der Schweiz gibt es spezielle Zertifizierungen für Qualität der Kondome. In Deutschland ist es das CE-Logo, auf das man beim Kauf achten sollte. In der Schweiz vergibt der Verein „Gütesiegel für Präservative“. Das Haltbarkeitsdatum steht nicht umsonst auf der Packung – also nur aktuelle Kondome verwenden und Alte wegschmeissen.

 

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